Die Ausgliederung von Profimannschaften aus dem Verein – Rechtliches Muss oder freie Entscheidung?

Die im Sport am meisten genutzte Rechtsform ist wohl der eingetragene, gemeinnützige Verein. Leistet diese Gesellschaftsform im Bereich des Amateur- und Breitensports treue Dienste, stößt der eingetragene Verein im professionellen Sport doch an seine Grenzen. Die Ausgliederung der Profiabteilungen aus dem Hauptverein ist daher seit einigen Jahren zu beobachten. Im Hand- und Basketball sowie im Eishockey findet man fast keinen eingetragenen Verein mehr, der in den jeweiligen ersten Ligen spielt. Auch im professionellen Fußball gibt es eine Vielzahl von Teilnehmern der Bundesligen, die bereits aus dem Hauptverein in Kapitalgesellschaften ausgegliedert wurden.

 

Allerdings gibt es auch immer noch große, vor allem traditionsreiche Mannschaften, wie Schalke, Düsseldorf oder Freiburg, die noch als eingetragener Verein organisiert sind. Bei diesen Vereinen gibt es regelmäßig Überlegungen, dies zu ändern, doch werden diese Vorstöße fast immer massiv kritisiert. Erst Anfang 2014 sah sich Schalke dazu genötigt, Gerüchte über Ausgliederungspläne vehement zu bestreiten: „So wenig Schalke 04 seine Vereinsfarben zu Schwarz-Gelb ändern wird, so wenig Wahrheitsgehalt ist an diesem Gerücht„. Mitunter stehen hinter den Befürchtungen der Gegner einer Ausgliederung Vorurteile und Ressentiments, die in der Regel leicht auszuräumen sind.

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Insolvenzrisiken im Bereich des Sports – Der Fall TelDaFax

Wie der Fall TelDaFax zeigt, bestehen auch im Bereich des Profisports erhebliche Insolvenzrisiken. Dort nimmt der Insolvenzverwalter des mittlerweile insolventen Billigstromanbieter TelDaFax den Fußball Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen auf Rückzahlung von Sponsorengeldern in Höhe von rund EUR 16 Mio. in Anspruch. Der Insolvenzverwalter behauptet, Bayer 04 Leverkusen habe zum Zeitpunkt der Zahlungen von der Zahlungsunfähigkeit des Billigstromanbieters gewusst und trotzdem die Sponsorengelder eingestrichen. In erster Instanz hatte der Insolvenzverwalter mit dieser Argumentation bereits Erfolg; das Landgericht Köln gab der Klage des Insolvenzverwalters statt und verurteilte Bayer 04 Leverkusen zur Rückzahlung der erhaltenen Sponsorengelder.

 

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Frühzeitig den Schritt in die Praxis wagen

Als ich das Studium der Rechtswissenschaften an der LMU München aufnahm, konnte ich die Vielfalt an Berufsmöglichkeiten eines Juristen nur erahnen. Mein Weg war damals keinesfalls vorgezeichnet. Derzeit arbeite ich als Referendarin im Rahmen einer Nebentätigkeit in einer Großkanzlei und profitiere fachlich sowie persönlich von diesem Sprung in die Praxis.

 

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Es geht auch einfach

Compliance: für den Mittelstand zu kompliziert und daher verzichtbar? Ein gefährlicher Irrtum, denn auch kleinere Unternehmen müssen die Regeln einhalten. Aber wie?

 

Es klingt kompliziert, ist aber letztlich etwas sehr Einfaches: Unter Compliance sind all jene Maßnahmen zu verstehen, die das gesetzes- und regelgerechte Verhalten des Unternehmens, seiner Organisationsmitglieder und seiner Mitarbeiter sicherstellen – sowohl was staatliche Gesetze als auch innerbetriebliche Regelungen angeht. Nicht nur Korruption, schwarze Kassen oder Betrug gehören hierzu, sondern auch das Verhalten im Job und die Zusammenarbeit mit Lieferanten.

 

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