Der Syndikusanwalt im Außenverhältnis

Auch im Außenverhältnis ändert sich für Syndici durch das neue Gesetz im Vergleich zur bisherigen Rechtslage einiges. Die Änderungen werden bereits durch die Berufsbezeichnung verdeutlicht. Nach neuem Recht zugelassene Syndikusanwälte üben ihre Tätigkeit als „Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin)“ oder „Rechtsanwalt (Syndikusrechtsanwalt)“ aus (§ 46 a Abs. 4 Nr. 2 BRAO). Diese gesetzliche Bezeichnung – die nach unserer Einschätzung nur Rechtsanwälte verwenden dürfen, die nach neuem Recht zugelassen sind, und die damit nicht für „Altbefreiungen“ gilt – verdeutlicht einerseits die berufliche Stellung eines Syndikusanwalts und andererseits, dass es sich um einen „richtigen“ Rechtsanwalt handelt. Weiterlesen

Der Anstellungsvertrag des Syndikus

Die Anstellungsvertragsgestaltung für Syndici gewinnt mit der neuen gesetzlichen Regelung an Bedeutung, da die Vertrags­urkunde im Zulassungsverfahren vorzulegen ist und von RAK und DRV überprüft wird. Genügt der Anstellungsvertrag nicht den gesetzlichen Vorgaben, wird die Zulassung verweigert werden.

 

Anwaltliche Prägung der Tätigkeit

 

Das Anstellungsverhältnis muss durch anwaltliche Tätigkeit geprägt sein. Dies sollte an erster Stelle durch die entsprechende Berufsbezeichnung unterstrichen werden. Weiterlesen

Überblick über das neue Zulassungsrecht: Was muss der Syndikusrechtsanwalt tun?

In der BRAO ist die Tätigkeit angestellter Rechtsanwälte umfassend neu geregelt und der Begriff des Syndikusanwalts gesetzlich definiert worden. Mit dieser Neuregelung ist als echter Meilenstein anerkannt, dass Unternehmensjuristen bei Vorliegen der Voraussetzungen den Rechtsanwaltsstatus erlangen, ohne den bisher notwendigen Umweg über die Zulassung als niedergelassener Rechtsanwalt neben der eigentlichen Tätigkeit für das Unternehmen gehen zu müssen. Dieser Beitrag setzt sich nun mit den konkreten Voraussetzungen für die Zulassung als Syndikusanwalt auseinander.

 

Gesetzliche Neuregelung in §§ 46 bis 46 c BRAO

 

Syndici werden statusrechtlich als eigene Berufsgruppe anerkannt, was mit Blick auf die Zulassungsvoraussetzungen Vorteile, im Hinblick auf die eingeschränkten Rechte bei der anwaltlichen Tätigkeit auch Nachteile haben kann. Weiterlesen