Nach der Hinzurechnung nun auch noch die Margensteuer

EuGH, Urteil vom 8. Februar 2018, C 380/16

 

Am 8. Februar 2018 hat der Europäische Gerichtshof („EuGH“) ein wegweisendes Urteil zu der deutschen Umsetzung der umsatzsteuerlichen Margenbesteuerung für Reiseveranstalter verkündet. Mit dem Urteil hat der EuGH entschieden, dass die Margenbesteuerung auch für den B2B-Bereich gilt und die Gesamtmargenbesteuerung nicht zulässig ist. Infolge der zu erwartenden Umsetzung dieses Urteils werden die deutschen Reiseveranstalter voraussichtlich ihre Prozesse erheblich anpassen müssen. Weiterlesen

Rabatte werden teurer für Reisebüros und wertvoller für Geschäftskunden

Finanzverwaltung aktuell – Preisnachlässe durch ein vermittelndes Reisebüro mindern zukünftig nicht mehr die umsatzsteuerliche Bemessungsgrundlage der Vermittlungsleistung an einen Reiseveranstalter und den Vorsteuerabzug von Geschäftskunden. Damit ändert die Finanzverwaltung ihre Auffassung.

 

Getrieben von einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes ändert sich zukünftig in Deutschland die Umsatzbesteuerung von Reisebüros in einem wesentlichen Punkt: Vermittelt ein Reisebüro eine Reise an einen Kunden, liegen in der Regel zwei Umsätze vor. Auf der einen Seite erbringt das Reisebüro eine Vermittlungsleistung an den Reiseveranstalter und erhält hierfür eine Provision. Auf der anderen Seite erbringt der Reiseveranstalter mit der Reise eine Leistung an den Kunden und enthält hierfür den Reisepreis. Weiterlesen